Diana Tishchenko - © Andrej Grilc
© Andrej Grilc

Diana Tishchenko „überzeugt bereits in den ersten Takten von Dmitri Schostakowitschs Violinkonzert Nr.1...(...). Mit einem Ton unablässiger, nuancenreicher Intensität öffnet sie den Blick auf das innere Drama dieses Stücks..(...). Schlichtweg genial!“
So schreibt der Berliner Tagesspiegel 2014 anlässlich des Konzerts mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin in der Reihe „Debüts im Deutschland Radio“ in der Berliner Philharmonie unter dem Dirigat von Joshua Weilerstein.

Diana Tishchenko ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, so gewann sie unter anderem im November 2018 den 1st Grand Prix Jacques Thibaud beim Long Thibaud Crespin Wettbewerb in Paris sowie im August 2018 den 3. Preis beim Shanghai Isaac Stern International Violin Competition.
Im Januar 2017 gewann sie den 1.Preis beim Felix Mendelssohn-Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin, wo sie auch mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation des zeitgenössischen Werks "The Wire Dancer " von Ming-Hsiu Yen ausgezeichnet wurde.
2013 war sie Finalistin beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD und erhielt den Preis für die beste Interpretation des zeitgenössischen Werkes sowie den Sonderpreis des Münchener Kammerorchesters. Sie gewann auch den dritten Preis beim Internationalen David Oistrakh Wettbewerb in Moskau.

Ihr Konzertexamen mit dem 2. Violinkonzert von Prokofjew spielte sie im Dezember 2017 im Konzerthaus Berlin unter der Leitung von Lahav Shani.

Diana Tishchenko spielte als Solistin mit dem Shenzhen Symphony Orchestra, Jyväskylä Sinfonia, den Hamburger Symphonikern und dem Münchener Kammerorchester sowie mit Dirigenten wie Yaron Traub, Ion Marin, Leo McFall, Titus Engel, Ville Matvejeff, Evgeny Bushkov und Saulius Sondeckis. Sie wurde von dem Salzburger Kammermusik Festival, den Homburger Kammermusiktagen, dem Podium Festival Esslingen und Haugesund (Norwegen) ACMChamber Music Triest und dem Lalo Festival in Venedig eingeladen.
Nach dem ARD-Musikwettbewerb wurde Diana Tishchenko eingeladen, Konzertmeisterin des Münchener Kammerorchesters zu werden, diese Position hatte sie von 2014-2016 inne.

Darüberhinaus ist sie eine enthusiastische Kammermusikerin, ihre Partner waren in den vergangenen Jahren Mikayel Hakhnazaryan, Andrei Ionita, Kajana Packo, Kyoungmin Park, Hartmut Rohde, Elena Graf, Laura Ruiz Ferrez, Joachim Carr und Ben Kim.
Zusammen mit ihrem Duopartner, den norwegischen Pianisten Joachim Carr erspielte sie 2014 den 1. Preis beim Kammermusik-Wettbewerb in Lyon (Frankreich).
Im Herbst 2016 trat das Duo bei Radio France in Paris auf, weitere Aufnahmen und Mitschnitte sind beim DLR Kultur und BR Klassik entstanden. Ein weiteres gemeinsames Highlight war das Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Geboren 1990 auf der Krim (Ukraine), begann Diana Tishchenko mit sechs Jahren mit dem Geigenspiel bei ihrer Tante, mit elf Jahren wurde sie an die renommierte Lysenko Spezialmusikschule in Kiew aufgenommen und dort von Tamara Mukhina unterrichtet.
Mit achtzehn wurde sie Mitglied und dann Konzertmeisterin beim Gustav-Mahler Jugendorchester, wo sie mit Sir Colin Davis, Franz Welser-Möst, Herbert Blomstedt, Antonio Pappano und Daniele Gatti zusammengearbeitet hatte.
Diana Tishchenko zog dann nach Berlin, um bei Prof. Ulf Wallin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler zu studieren. In den vergangenen Jahren war sie auch jeweils für ein Semester Assistentin bzw. Lehrbeauftragte für Prof. Wallin (2014, 2017).
Zur Zeit absolviert sie ein Postgraduate Studium bei Prof. Boris Kuschnir in Graz.
Weitere musikalische Inspirationen bekam sie durch Ferenc Rados, Rita Wagner, Saschko Gawriloff, Steven Isserlis und Sir András Schiff.
Bei der Verbier Festival Academy 2018 nahm sie an Meisterkursen bei Gábor Takács-Nagy, Mihaela Martin, András Keller und Pinchas Zuckerman teil.

Während ihres Studiums war Diana Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Hans und Stefan Bernbeck Stiftung, des Deutschland-Stipendiums, der Alfred-Töpfer Stiftung und wurde gefördert von dem Verein Live Music Now Berlin und Freunde Junger Musiker Düsseldorf.

Die Deutsche Stiftung Musikleben stellt Diana Tishchenko eine Violine des Italienischen Meisters Camillius Camilli (Mantua 1731) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung.

Diana Tishchenko hat besondere Freude am Unterrichten und in Spanien bereits zwei Meisterkurse gegeben. Sie genießt es, in einer vielfältigen und spannenden Stadt wie Berlin zu leben.

Stand: 11/2018



Persönlich


Musik ist die Welt, in der ich mich zu Hause fühle.

Die Welt der ständigen Entdeckungen, in der ich Trost, Erfüllung und Bereicherung finde. Als Kind war ich eher introvertiert und es gab viele Tage, an denen ich mehr Geige gespielt habe als ich gesprochen habe.
Auf diese Weise wurde das Geigenspiel die beste Art für mich, mich auszudrücken.
Warum wollte ich Musikerin werden? Ich beschloss diesen Weg zu gehen und die Musik zu meinem Beruf zu machen, weil ich irgendwann realisiert habe, dass es mich zu einem besseren Menschen macht. Ein täglicher enger Kontakt mit meinem Instrument hat  eine seelenreinigende Wirkung auf mich. Aber vor allem war Musik für mich stets ein großartiger Lehrer, der mir einen tieferen Spektrum an Emotionen, Gedanken und einen Sinn für die Vergangenheit eröffnet hat.

Es macht mir Freude, eine Geschichte durch die Musik mit dem Publikum zu teilen. Ich glaube, dass das Herausfinden der Essenz der Ideen des Komponisten, meine persönliche Vision mir die beste Möglichkeit gibt, um das Herz der Menschen zu erreichen. Es gibt kein besseres Gefühl, als einen Zuhörer bewegen zu können, mit einer Geschichte, die ich erzählen kann.

Diana

 

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